Hilfe für den Ersthelfer – Wie geht es weiter?

Zivilcourage

Eine Erste-Hilfe-Leistung ist eine der wertvollsten Maßnahmen in der Zivilcourage. Es bedeutet, Menschen zu helfen, wenn Hilfe gebraucht wird. Gerät man selbst in eine Notlage, erhofft sich jeder die Hilfe eines anderen. Selbst zu helfen erfordern jedoch viel Mut und Selbstüberwindung. Nicht zuletzt aufgrund der eigenen Unsicherheit und vieler Ängste. Diese Ängste werden oftmals noch durch Unwissenheit geschürt.

Die Erste-Hilfe-Leistung

Überwindet man sich trotz aller inneren Ängste, Hilfe zu leisten, wird man als Ersthelfer oft an der sich entwickelnden Einsatzstelle übersehen. Man fühlt sich vergessen und beiseitegeschoben.
Der Rettungsdienst hat die Versorgung übernommen. Vielleicht kommen auch noch der Notarzt, die Feuerwehr und die Polizei. Für Sie als Ersthelfer ein völliges und oftmals unverständliches Durcheinander.
Ja, der Patient steht im Vordergrund. Vielleicht werden Sie noch von der Polizei als Zeuge vernommen und dann von der Einsatzstelle entlassen. Kein Dank, keine Informationen. War denn alles richtig, was ich gemacht habe? Hätte ich was anderes machen sollen oder mehr tun können? Hat meine Hilfe dem Patienten geholfen und wie geht es dem Patienten? Das sind Fragen, die oft in einem Ersthelfer vorgehen.

Alles richtig gemacht!

Ich kann Ihnen sagen – Ja, Sie haben dem Menschen in Not geholfen, egal was und wie viel Sie gemacht haben! Sie haben alles richtig gemacht! Oft reicht Ihre Anwesenheit schon aus, damit sich ein Mensch nicht allein fühlt. Eine Hand, die Sie reichen, bringt einem Patienten oft mehr als ein Pflaster. Menschlichkeit und Maßnahmen aus dem eigenen Bauchgefühl sind oft für einen Menschen in Not das Wertvollste in seiner Situation.

Wie geht es mit Ihnen weiter?

Aber was ist nun mit Ihnen als Ersthelfer? Wie geht es mit Ihnen weiter? Keiner fragt, wie sie sich fühlen. Keiner fragt, was in Ihnen vorgeht und ob nicht auch Sie Hilfe benötigen. Oft kommen die Erinnerungen nach einigen Stunden oder Tagen, wenn Sie wieder zur Ruhe kommen. Erinnerungen an Bilder, Gerüche, Worte oder Geräusche können einen seelisch ziemlich belasten – und das ist völlig normal!

Rechtliches

Aus rechtlichen Gründen dürfen Einsatzkräfte keine Auskunft erteilen. Einzig der Verletzte oder dessen Angehörige dürfen Auskünfte erteilen. Aber auch nur die haben das Recht, z.B. Ersthelfer zu kontaktieren. Um dies zu ermöglichen, können Sie Ihren Kontakt den Behörden oder Angehörigen an der Einsatzstelle hinterlassen.

Belastete Menschen brauchen Menschen zum Reden

Bei einer seelisch belastenden Situation hilft nur reden. Um eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) zu vermeiden, bedarf es Gespräche mit Fachpsychologen. Bei einer andauernden seelischen Belastung von mehr als vier Wochen ist die Annahme von Professioneller Hilfe ratsam.

Wie Sie als Ersthelfer im Nachhinein Hilfe bekommen

Erste Anlaufstelle kann der Hausarzt sein. Hier muss sofort klargestellt werden, dass ein seelisches Problem aus einer Erste Hilfe Situation vorherrscht. Dieser sollte Sie sofort an einen Fachpsychologen für traumatische Erlebnisse weiterleiten.

Hilfe zur Selbsthilfe

Es gibt noch weitere Anlaufstellen, die Sie direkt aufsuchen können. Es gibt auch spezielle Anlaufstellen für Kinder. Fragen Sie nach!

Im Folgenden sind hier einige genannt:

Sie haben Fragen zu den Anlaufstellen nach einer Hilfeleistung? Kontaktieren Sie uns.